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Essener greifen doch in den Aufstiegskampf ein

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RWE: Essener greifen doch in den Aufstiegskampf ein
Foto: Stefan Loyda

Rot-Weiss Essen greift doch noch in den Meisterschaftskampf in der Regionalliga ein - wenn auch nur für ein Spiel.

Mit dem 0:0 entführten sie einen verdienten Punkt bei Viktoria Köln. Für den Tabellenzweiten hingegen war es ein bitterer Verlust von zwei Punkten im Meisterschaftsduell mit dem KFC Uerdingen, der in der Endabrechnung noch fehlen könnte.

Als die Partie am Höhenberg begann, stand der Kapitän wieder auf dem Feld: Benjamin Baier hatte den Belastungstest am Samstag bestanden und sollte im Mittelfeld für mehr Aggressivität sorgen. Und für den gesperrten Philipp Zeiger rückte Jan-Steffen Meier in die Innenverteidigung. Das frühe Pressing, was die Essener in Wuppertal noch praktiziert hatten, wurde beim Tabellenzweiten erst einmal wieder eingemottet. Zu gefährlich gegen Kölner, die nach dem Uerdinger Sieg vom Vortag unter Druck standen. RWE empfing den Gegner ganz tief in der eigenen Hälfte, erst kurz vor dem Strafraum wurden die Räume enger. So versuchte es die Viktoria in der Anfangsphase mit Fernschüssen. Tim Golley (2.) vergab nach einem schlimmen Brauer-Rückpass mit einem Heber, ebenso vergeblich wie Sascha Eichmeier am linken Strafraumeck (7.) oder Mike Wunderlich (23.) zentral aus 20 Metern.

Die Angriffe der Essener waren in Hälfte eins zwar handverlesen, aber höchst gefährlich: Kevin Grund schickte Cedrick Harenbrock auf links, der steckte durch auf Nico Lucas, doch statt frei vor Torhüter Sebastian Patzler selbst den Abschluss zu suchen, passte er lieber quer auf Marcel Platzek - und die Chance versandete (14.). Eine erste Duftmarke, der weitere 14 Minuten später ein echter Kracher folgen sollte: Ecke von Baier und ein Kopfball von Timo Becker versetzte die Latte in Schwingungen.

Die Schlussphase von Hälfte eins gehörte wieder den spielbestimmenden Kölnern: Golley lief durch bis zur Grundlinie, sein Rückpass fand Felix Backszat, der aus fünf Metern Heller zu einer Glanzparade zwang. Die Unzufriedenheit ob des Ergebnisses, sie lag zur Halbzeit auf Viktoria-Seite.

Harenbrock musste verletzt raus

Kurz nach dem Wechsel gab es eine unplanmäßige Änderung bei den Gästen: Harenbrock hatte sich eine Verletzung am Knie zugezogen und wurde durch den wieder genesenen Kamil Bednarski ersetzt. Die Partie nahm sofort Fahrt auf: Wunderlich tauchte völlig frei vor Heller auf (53.), und auch er scheiterte am RWE-Keeper. Und auf der Gegenseite brach Kai Pröger im Strafraum durch (56.), sein Flachschuss ging aber am linken Pfosten vorbei.

Und nach knapp einer Stunde wurden die Spielkoordinaten gehörig verschoben: Bednarski strebte allein auf Patzler zu, da wurde er vom letzten Kölner Mann, Patrick Koronkiewicz gehalten: Glatt Rot - ohne Wenn und Aber.

Nach Rot taumelte der Favorit

Plötzlich taumelte der Favorit, die Gäste wurden jetzt noch mutiger und zwangen die Viktoria in den Rückwärtsgang. Was fehlte, war der krönende Abschluss: Nach Ecke von Grund und Kopfballverlängerung von Platzek trudelte der Ball längs der Torlinie.

Zur Schlussviertelstunde betrat RWE-Stürmer David Jansen für den erschöpften Baier die alte Wirkungsstätte. Der Startschuss zu noch mehr Offensive?

Was blieb, war die Abschlussschwäche: Grund flankte von links, Platzek steigt hoch zum Kopfball -- und verfehlt die Kugel (81.).

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